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20. November 2010

„Ein Umbruch. Ein Umbruch, ein Aufbruch, ein Neuanfang“

Rahmen sollen geschaffen werden, was einmal Geist von Wolfsburg werden sollte und irgendwie ja auch als Gespenst durch manche Köpfe dieser Stadt spuken mag, soll nun reaktiviert werden – „Kultur für, aber auch durch alle“

Wovon wir reden? So manch noch im Nebel wankender wird hier vielleicht ein paar Antworten finden. Kurz zusammengefasst; Unter der Überschrift „Zurück in die Zukunft“ redet Frau Dr. Birgit Schneider-Bönninger, Leiterin des Geschäftsbereichs Kultur und Bildung, über die Zukunft der Wolfsburger Kulturlandschaft und den bahnbrechenden Kulturentwicklungsplan.

Die „Schmierfinken von Rehlachs“ drehen sich derweil selbst um die eigene Kulturachse, wollen Rahmen sprengen und vielleicht auch das ein oder andere Leuchtfeuer entfacht sehen. Am wärmsten ist es denn dann doch immer noch am eigenen Feuer, angeheizt von den vielen Freischwimmer-Ausgaben, die überall in der Stadt ausliegen und den so erhofften freien Gestaltungsraum vergrößern wollen. Vielen Dank liebe Freischwimmer-Redaktion, vielleicht schenken wir euch ja mal irgendwann irgendwas zurück, mal sehen.

Derweil ist für uns zu beobachten, dass die Streetart in Wolfsburg langsam und gemächlich zu wachsen scheint. Sehr begrüßenswert für uns, natürlich.

So viel erstmal von uns, jetzt gerne was von euch und bis bald

Die Gruppe Rehlachs

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19. Juli 2010

Feierliche Eröffnung…!

Guerilla-Kultur in Wolfsburg!

Die Ausstellung ist hiermit eröffnet…
Ausstellung?
Ja, in einer Sommernachtsaktion hat die Gruppe Rehlachs in der Nacht zu Montag die Wolfsburger Innenstadt in eine Ausstellungsfläche umfunktioniert.
Unter der Überschrift „Urbane Überraschungen“ wurden verschiedene Installationen angebracht, so zum Beispiel Mülleimer als Geschenke verpackt, Gedanken in Kreide gefasst, Fotos mit Nachtansichten der Innenstadt ausgehangen sowie Gedichte ausgelegt.
Ausgenommen den gemeinfreien Texten der Fremdautoren, deren Wirkungskreis meistens die Großstadtlyrik des frühen 20. Jahrhundert war, sowie solcher, dessen Namen man irgendwie kennt, aber noch nie etwas von ihm gelesen hat (z.B. Goethe), sind die anonym ausgestellten Texte innerhalb der Gruppe entstanden oder für diese aus den persönlichen Archiven gekramt.
Die eigenen Texte der Gruppe können hier nachgelesen werden.
Auch die Fotos sind innerhalb der Auseinandersetzung mit dem Thema „Stadt“ entstanden und wurden innerhalb einer Nacht geschossen und gedruckt. Sie sollen dem „normalen Besucher der Innenstadt“ eine neue, unbekannte Perspektive bieten.

Aber warum nun Guerillakultur?
Wir verstehen uns nicht als etablierte Künstler. Und sie dies auch nicht einmal annähernd.
Aber wir haben ein Hobby, das in Ansätzen mal so etwas wie „Kunst“ werden könnte. Vielleicht.
Ausserdem leben wir größtenteils alle in Wolfsburg. Und gerade hier sehen wir leider keine Möglichkeit für jüngere Menschen, mit solchen Themen in Kontakt zu kommen.
Wir wollten nicht Zeit und Mühe verschwenden, um verzweifelt nach Ausstellungsfläche zu suchen.
Deshalb nehmen wir uns das Recht heraus, einen sehr gut besuchten Ort für einen Tag für uns zu beanspruchen. Als Versuch und als ersten Schritt.
Dabei ist für uns vor allem eines entscheidend:
Wie reagieren die Menschen auf diesen Versuch?

Und wo ist nun diese Ausstellung?
Wir haben den Bereich vor der Wolfsburger City Galerie als Ausstellungsort gewählt, da dort viele Menschen vorbei kommen.
Die Ausstellung ist seit der Fertigstellung heute morgen eröffnet und wird in der Nacht zu Dienstag wieder entfernt werden.
Unsere oberste Prämisse war und ist es, nichts illegales zu tun. Das beginnt damit, dass wir nur Texte verstorbener Autoren verwenden, die also gemeinfrei sind, sowie Texte und Fotos bei denen das Urheberrecht sowieso bei den Gruppenmitgliedern liegt. Des weiteren haben wir alles so angebracht, dass die Objekte mit wenigen Handgriffen zu entfernen sind und keine bleibenden Schäden verursacht werden.
Unsere Absicht ist es nicht, jemanden durch unsere Aktionen zu verärgern, wir hoffen dennoch auf eine Auseinandersetzung mit unseren Ideen.

Und nun?
Wir sind sehr an Feedback interessiert. Vor allem Kritik ist ausschließlich erwünscht.
Wir freuen uns über jeden Kommentar hier in unserem Blog genauso wie über eine e-Mail.
(rehlachs@gmx.de; rehlachswolf@googlemail.de)
Wie gesagt ist dies der erste Schritt. Wer gerne ein Stück des noch kommenden Weges mit uns gehen möchte, ist herzlich willkommen. Egal, welchen Alters, für uns zählt das Interesse.
Wir sind alle Anfang bis Mitte 20 und leben in Wolfsburg. Und nun suchen wir Gleichgesinnte.

Danke für die Aufmerksamkeit, die wir uns genommen haben.
Ein Rehlachs